Andrés SMH


Das Fahrzeug ist eine der letzten SMH 3 mit 2Takt Motor. Die Erstzulassung ist Januar 1990.


Entstehungsgeschichte der SMH 3
Die SMH 3 war für den DMH-Einsatz vorgesehen und kam vorwiegend in größeren SMH-Leitstellen zur Stationierung. Aufgrund mangelnder Platzverhältnisse im Patientenraum der SMH 2 entwickelten die VEB Barkas Werke, der VEB MLW Labortechnik Ilmenau und der VEB Fahrzeug- und Karosseriebau Parkentin eine erweiterte Variante, den B 1000 SMH 3. Ein Sonderaufbau, welcher aus einem Stahlrohrgerippe aufgebaut und mit einer aus GFK produzierten Heckklappe versehen war, brachte das erweiterte Platzangebot. Die nach oben öffnende Heckklappe bot bei Regen und Schnee zusätzlich Schutz beim beladen.
Zur Ausstattung gehört eine Trage mit Tragetisch, welcher verstellbar gefedert, seitlich verschiebbar und eine Kopf-hoch und Kopf-Tief Lagerung möglich macht. Links neben der Trage befindet sich ein Sitz für das Rettungsdienstpersonal. Am Kopfteil der Trage befindet sich ein klappbarer Arztsitz. Rechts neben der Trage befindet sich eine Sitzbank die für Einsätze mit vielen Verletzten zu einer zweiten Liegefläche umgebaut werden kann.
Die medizinische Ausstattung beinhaltet folgende Sachen: Instrumentenschrank mit Klappfächern und Waschbecken, Oberschrank mit Glasschiebefenster und verschließbarem Arzneimittelfach hinter der Kopfstütze des Arztes, Narkosekreislaufsystem, Sauerstoff-Lachgas Anlage mit Absaugvorrichtung, tragbares Sauerstoffgerät, EKG Sichtgerät, EKG Registriergerät, tragbarer Defibrillator und Reanimationskoffer.
Der Fahrzeugaufbau des Barkas SMH 3 erfolgte in Parkentin bei Rostock. 1979 wurde das Parkentiner Kombinat durch den VEB MLW Ilmenau mit der Lösung zur Vergrößerung des bestehenden Karosseriekörpers der Barkas Rettungswagen betraut.
Die Fahrzeugbauer wandten sich mit diesen Vorstellungen an die Fachschule für angewandte Kunst (FAK) in Heiligendamm. Prof. Horst Brockmann übernahm die Planung und Entwicklung dieses Konzeptes. Er entwarf Zeichnungen und stellte 1980 zwei Modelle im Maßstab 1:10 fertig.
Die Gestaltung des Innenraums im Modell ist bereits sehr nahe an dem Serienfahrzeug.
1981 wurde ein Prototyp dieses Fahrzeugtyps präsentiert. Hauptaugenmerk galt der Karosserieform. Noch ohne Ausbau (Trage, Schränke usw.) wurde das Erprobungsmodell auf Wirtschaftlichkeit und Langlebigkeit fast 2 Jahre getestet. Die Serienproduktion begann dann im Jahr 1983.
Bis 1990 verließen pro Jahr 65 Fahrzeuge die Werkshallen. Im Produktionsjahr 1990 wurden die letzten 50 Fahrzeuge mit einem 1,3 Liter VW-Lizenz-Motor versehen. Alle 50 Exemplare wurden in die Sowjetunion ausgeliefert.
Die Fahrzeuge wurden aus dem Barkas Werk Karl Marx Stadt im vorgefertigten Zustand per Bahn nach Parkentin gebracht.
Der komplette Aufbau ist in Parkentin gefertigt worden. Lediglich das Führerhaus samt Bodengruppe wurden angeliefert.
Der Aufbau erfolgte durch ein Stahlrohrgerippe, bestehend aus senkrecht und waagerecht verschweißten Traversen, an dem die Blechteile befestigt wurden. Die Stabilität der Außenbeplankung wurde durch eingepresste Sicken erreicht. Das Dach bestand aus zwei originalen Dachhälften und einem eingeschweißten Mittelteil mit aufstellbarem Fenster. Der Fußboden, die Elektrik und die Lackierung wurde hier ausgeführt.
Die sehr große Heckklappe aus GFK wurde aus zwei Komponenten zusammengefügt. Nach der Fertigstellung wurden die B1000 im VEB MLW Labortechnik Ilmenau mit medizinischen Geräten und Schränken ausgerüstet.




































































































































































































































